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sophie_luise
Darüber, daß ich nicht ins Stalinwerke-Forum aufgenommen wurde. Jeder Depp kann mitmischen und seinen unqualifizierten Mist in den Äther schleudern, nur ein gewisser O.L. (Pseudonym) wurde nicht aufgenommen. Also wenn einer was zu sagen hätte, dann ich!!
Dieser Daniel oder wie der heißt muß ja ein ganz schöner Hanswurst sein.

Kein Wunder daß Stalin immer unbeliebter wird, wenn solche Deppen seine Fanseiten verwalten!
 
 
Current Mood: pissed offpissed off
 
 
sophie_luise
27 October 2008 @ 01:22 pm
Daß China doch noch nicht ganz in kapitalistischen Verhältnissen angekommen ist, zeigt folgender Vorfall. Hierzulande werden Korruptionsfälle in der Größenordnung nicht mal mit einer Vorstrafe geahndet. (Auch wenn Herr Liu vermutlich nie hingerichtet werden wird.)


Korruption bei Aufträgen für Olympiabauten
Pekinger Vizebürgermeister zum Tode verurteilt

Ein Gericht in China hat einen ehemaligen Vizebürgermeister der Hauptstadt Peking wegen Korruption zum Tode verurteilt. Liu Zhihua wurde am Samstag in Hengshui schuldig gesprochen, für die Vergabe von Bauprojekten für die Olympischen Sommerspiele Bestechungsgelder von rund sieben Millionen Yuan (770.000 Euro) angenommen zu haben. Nach Angaben eines Gerichtssprechers wird die Hinrichtung zunächst für zwei Jahre ausgesetzt, anschließend kann die Todesstrafe bei guter Führung in lebenslange Haft umgewandelt werden.
Regierung verhinderte Berichterstattung

Großbaustelle: National Olympic Stadium (Foto: REUTERS) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Bauarbeiter vor dem "Vogelnest", dem Olympiastadion von Peking ]
Die Regierung hatte jegliche Berichterstattung über den Prozess vor den Olympischen Spielen verhindert, um während des Sportereignisses ihrem Image nicht zu schaden. Die Entlassung Lius und das Verfahren gegen ihn hätten einen Schatten über die prestigeträchtigen Spiele werfen können, erklärten die Behörden.

Liu war 1999 zum Vizebürgermeister Pekings gewählt worden, 2006 hatte ihn die Kommunistische Partei entlassen. Sein Anwalt kündigte an, er werde das Urteil anfechten. China hat vor den Olympischen Spielen in Peking im August Berichten zufolge umgerechnet rund 28 Milliarden Euro in neue Infrastruktur und Verschönerungsmaßnahmen gesteckt.
 
 
Current Mood: okayokay
 
 
sophie_luise
24 September 2008 @ 07:44 pm
Heute war ich bei meinem Dozenten von der Anglistik und habe ihm von meinem kleinen Problemchen mit meiner Fächerkombination berichtet. Mein Vorschlag war der, mich vom Neben- ins Hauptfach stufen zu lassen. Und siehe da: er berichtete mir, daß ich problemlos wechseln könne und er mir meine bestandene Zwischenprüfung einfach als Zwischenprüfung im Hauptfach anerkennen würde. Boff. Da würde ich mir tatsächlich viel Arbeit ersparen. Jetzt muß ich mir nur überlegen, ob ich es übers Herz bringe, mich statt zu einer Sinologin zu einer Anglistin ausbilden zu lassen. Irgendwie habe ich gerade das Gefühl, ich habe mein Studium verkorkst. Anglistik war damals nur eine Notlösung, weil ich kein Latinum machen wollte, und jetzt steh ich vor der Welt als unentschlossene Anglophile da (bei meiner diffusen Fächerkombination Anglistik/Sinologie/Philosophie).

Die Alternative ist, nochmal 2 Jahre mit dem Erlernen der erquicklichen Sprache Chinesisch zuzubringen, in denen ich auch Sachen machen könnte, die ehrlich Spaß machen, und dann möglicherweise durch die Abschlußprüfung zu fallen, wobei ich nicht die einzige wäre, da in diesem Jahr die Durchfallerquote bei über 50% lag.
Mist.

Für Ratschläge aus der Misere bin ich jederzeit offen.

Der Dozent hat mir aber nochwas interessantes erzählt. Er berichtete, daß ein Latinum zu DDR-Zeiten mitnichten zu allen Geisteswissenschaften Pflichtvoraussetzung war. Nach der Wende gab es im Westen eine starke Lobby für die Einführung von Latinumspflicht für alle Geisteswissenschaften. Der Deal war ein großes Institut von ca. 10 Gräzisten und über 30 Latinisten (heißt das so?), das sich damit beschäftigt, Tausenden von Erstis jedes Jahr die Freuden der lateinischen bzw. griechischen Sprache nahezubringen. Zum Hauptteil mit Wessis besetzt.

Ohne diese Kackärsche würde ich heute noch Geschichte studieren, Sauerei!
 
 
Current Mood: confusedconfused
 
 
sophie_luise
23 September 2008 @ 11:42 pm
Ich habe gerade einen lustigen Artikel im FOCUS über Bertold Brecht gelesen. Beschäftigt diese Zeitschrift eigentlich ausschließlich Verrückte oder haben die auch mal einen normalen Artikel?

Brennpunkt
BERTOLT BRECHT
Virtuose der Widersprüche, Widerling mit Wirkung: Vor 50 Jahren starb der größte Halunke unter Deutschlands Dichtern

Er war ein Schuft, ein Schurke und Scheusal – aber auch ein begnadeter Charmeur. Er habe eine grundsätzliche „Laxheit in Fragen geistigen Eigentums“, bekannte Bert Brecht früh. Und er wird dabei gefeixt haben, so spitzbübisch, wie nur er es konnte.

Mehr als 50 Stücke schrieb er, doppelt so viele sind nie fertig geworden. Dazu kommen mehr als 2300 Gedichte, drei Romane, zahlreiche Geschichten und Essays -und das alles in nur 58 Lebensjahren. Brecht gehört zu den produktivsten Autoren der Literaturgeschichte. Auch weil er, der gegen Ausbeutung kämpfte, andere skrupellos ausnutzte.

Für sein Werk ging er auf Raubzug – bei Mitarbeiterinnen, die Geliebte waren, oder bei Kollegen, die sich nicht wehren konnten. Aber er war ein Meisterdieb des Wortes. Was er nahm, fügte er neu zu großer Kunst zusammen.

Er war ein Amoralist, der moralisierte. Er trug Arbeiterjacken, die maßgeschneidert waren. Er war Kommunist, aber in die Partei trat er vorsichtshalber nie ein. Zwar zog er 1949 in den Ostteil Berlins, doch die Führung der DDR und ihr prominentester Dichter misstrauten sich gegenseitig. Den Stalin-Preis 1954 nahm Brecht in Moskau allerdings dann doch dankend an.

Er war der große Intellektuelle der Literatur. Er feierte die Vernunft. Für das Theater erfand er den V-Effekt: Verfremden wollte er seine Stücke, Gefühlsduselei war ihm verhasst. Aber er wusste auch, dass sein Publikum Unterhaltung wollte. Seine Werke berühren, gerade weil sie sich nicht anbiedern. Er hat mit dem Kopf gedichtet, aber er blieb ein Charmeur – auch auf der Bühne.

„Ich glaube von jedem Menschen das Schlechteste, selbst von mir – und ich habe mich noch selten getäuscht“

„Schreiben Sie, dass ich unbequem war und es auch nach meinem Tod zu bleiben gedenke. Es gibt auch dann noch gewisse Möglichkeiten“

„Wäre ich ein Maler! Die sind wie Frauen: Sie können immer“

WEIB & WERK

Brecht nutzte seine Frauen als Ideenlieferanten aus.

Elisabeth Hauptmann, Geliebte und Co-Autorin, z.B. der „Dreigroschenoper“

Helene Weigel, Ehefrau seit 1929, ertrug alle Affären, um Brecht zu halten

Margarete Steffin, Geliebte seit 1931, starb 1941 auf der Flucht in die USA

Ruth Berlau, ab 1933 Drittfrau an des Dichters Seite. Helferin im Exil

Quelle: http://www.focus.de/panorama/boulevard/brennpunkt-bertolt-brecht_aid_213207.html
 
 
Current Mood: weirdweird
 
 
sophie_luise
21 September 2008 @ 12:40 pm
Eigentlich wollte ich ja heute zu meiner guten alten Saufkumpanin, nennen wir sie der Einfachheit halber Nora B., zum Essen kommen. Leider kam mir zum geplanten Abreisetermin der Schlaf dazwischen. Ich wette, das hat wieder Bahnchef M. verzapft.

Aus dem Newsticker der Titanic:
[17.09.2008]

"Vor dem Börsengang

Bahnchef Mehdorn wird immer beliebter. Untersuchungen zufolge geben mittlerweile fast alle deutschen Standesämter dem Wunsch junger Eltern nach, ihr Kind Bahnchef nennen zu dürfen."


Zugegeben, nicht sonderlich witzig. Aber genauso fühlte ich mich heute morgen.
 
 
Current Mood: pissed offpissed off
 
 
 
sophie_luise
11 September 2007 @ 05:45 pm
...Wolf Biermann zieht nach Berlin!

Nach Berlin-Mitte! (jetzt, wo er Ehrenwürger ist)


Felix, Geni - Euch auch Weiterhin alles Gute!
 
 
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sophie_luise
03 August 2007 @ 12:09 pm
Meine Noten:

Englischer Absolutismus (Elisabeth I.) : 1,0
Englischer Imperialismus in Asien (19. Jh.) : 1,0
Englische Literatur (alles). : 1,0
_________________________________________________
Gesamt : 1,0

Das war mal nötig.

Und wie läuft's bei Euch so?
Und überhaupt: wie laufen die Reisevorbereitungen so, beste Frau Bartels?
 
 
Current Mood: satisfiedsatisfied
 
 
sophie_luise
01 August 2007 @ 09:48 am
Ja, ich lasse mich prüfen zu:
Englischer Absolutismus (Elisabeth I.)
Englischer Imperialismus in Asien (19. Jh.)
Englische Literatur (alles).

Wünscht mir Glück.
 
 
Current Mood: accomplishedaccomplished
 
 
sophie_luise
25 January 2007 @ 07:05 pm
Am Wochenende war ich in Frankfurt (Westdeutschland), wo ich eine Podiumsdikussion mit Elmar Altvater, Bernd Riexinger und Christine Buchholz moderiert habe. Ich bin mit einem Schlag berühmt geworden. Allerdings habe ich mich auch blamiert: ich habe Altvater und Riexinger gesiezt, woraufhin mir beigebracht wurde, daß Siezen innerhalb der Linken als extrem unhöflich gilt. Ich muß sagen, diese Wessis haben vom Klassenkampf einfach mehr Ahnung, auch wenn wir Ossis das anständigere Volk sind.

Auf dem Kongreß (http://www.getupstandup-kongress.de) war auch eine Veranstaltung unter dem Titel "Wieviel Populismus verträgt die Linke?" angeboten. Veranstalter: Jürgen Elsässer. Der Jürgen hat derartig vom Leder gerissen, daß es einem angst und bange wurde. Blüten: "Schwulsein und andere Hobbys", "WM-Partyotismus", "Deutschland ist inländerfeidlich"... Das Publikum wußte nicht, ob es lachen oder weinen sollte, aber Langeweile kam mit Sicherheit nicht auf. Seine These ist, daß die Linke vor der Aufgabe steht, sich von den Minderheitenthemen der letzten Jahrzehnte (Migranten, Homosexuelle, Frauenunterdrückung,...) auf die Mehrheiten zurückzubesinnen, also die klassische Arbeiterklasse. Außerdem soll der doofe antinationale Reflex aufgegeben werden, der jede/n ordentliche/n Linke/n befällt, wenn eine Deutschlandfahne irgendwo weht. Das war starker Tobak, und dementsprechend hat ihm auch niemand im Publikum rechtgegeben. Zu Unrecht, wie mir im Nachhinein auffiel. Denn eines ist Fakt: die Zeit für eine starke sozialistische Linke ist längst da. Nur: wo ist sie? Die Unzufriedenheit weiß im Moment nur die Rechte zu kanalisieren. Die aber hat auch kein Programm anzubieten. Niemandem geht es besser in Deutschland, wenn alle Ausländer tot oder weg sind. Eine Linke, die es Ernst meint mit dem Sozialismus, muß sich fragen, was sie falsch macht.
Elsässer hat dort übrigens sein sehr empfehlenswertes neues Buch "Angriff der Heuschrecken - Zerstörung der Nationen und globaler Krieg" vorgestellt, mit dem er nebenbei bemerkt auch ab und an mit O. Lafontaine auftritt.

Ich fasse zusammen: Jürgen Elsässer ist einer klügsten Köpfe in der deutschen Linken. Und einer der unterhaltsamsten.
 
 
Current Mood: thoughtfulthoughtful
 
 
sophie_luise
14 January 2007 @ 10:35 am
Hallo Leute,
große Überraschung zum neuen Jahr: sophie_luise ist wieder da!
Nachdem ich lange Zeit all meine virtuellen Freunde im Stich gelassen habe, kehre ich nun zurück in alter Frische. Ich war mal kurz bei der Konkurrenz vom Studivz eingetragen, was sich aber als Fehler entpuppt hat. Nun bin ich also wieder beim Original.
Was soll ich erzählen? Ich wohne mittlerweile in einem anderen Stadtteil. Aber da der Stadtteil immernoch in Leizpig ist, dürfte das hier wohl niemanden interessieren. Ich habe meine Zwischenprüfung abgelegt, Gesamtnote so um 2,0. Mein Unileben sieht gerade eher langweilig aus, ich habe meine Unizeit von 18 SWS auf ca. 12 SWS heruntergekürzt. Da hat man dann mal so 4 Tage in der Woche am Stück frei. Allerdings verbringe ich meine Freizeit momentan am Liebsten im Schlafanzug. Ihr werdet mich wohl vorm Versumpfen retten müssen.
Noch was? Na, ich werde erstmal auf die Kommentare warten, ob ich überhaupt noch erwünscht bin. Sonst kann ich ja auch wieder, äh, ins Studivz zurückgehen.
Bis dahin,
immernoch Eure Sophie.
 
 
Current Mood: optimisticoptimistic